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Etappe 2: Offenburg - Mont St. Odile - Colmar

Frau Lydia Gören von der Stadt Offenburg verabschiedete die Euro-Tandem-Tour 2016 mit frisch gebackenen Brezeln und mit einer Power-Point-Präsentation über Offenburg, "da Bilder mehr sagen, als Worte".

Unter der fürsorglichen Obhut der Motorräder der Polizei, die mit sichtlicher Freude den Konvoi nach Frankreich begleiteten, radelten alle mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 24 km/h durch das Rheintal.

Der Infobus notierte genüsslich das parziell noch geplaudert wurde, weshalb davon auszugehen ist, dass man noch nicht am Limit fuhr.

Unterwegs wurden Gäste aus dem Elsaß in den Tross aufgenommen und die Mission der Tour eingeführt.

Und dann war die Zeit des Plauderns vorbei !

Steil bergauf zog sich der Anstieg zum Mont St. Odile. Mit Bravour stiegen alle in die Pedalen und das Lächeln eines Siegers fand sich bei vielen, als sie stolz den Klosterhof der historischen Anlage hoch über dem Elsaß betraten.

Nobel speiste man im Saal Léon mit einem atemberaubenden Panorama auf die Rheinebene.

Das berühmte Wasser der heiligen Odilie, das Blinde sehend machen soll, brauchten wir alle nicht, denn wer unsere Gruppe kennengelernt hat, der weiß, dass vielleicht nicht jeder sehen kann, aber wir alle wunderbar gemeinsam wahrnehmen.

Noch auf dem Berg war man sich dessen gewiss, dass der Weg nach Colmar nun kurz und schmerzlos sein wird. Geplante Ankunftszeit: 17°° Uhr.

Fröhlich jauchzend warfen sich die Velos ins Tal. Der hervorragende private Begleitservice hatte sich derweil Mirijam aus dem Infobus geschnappt, die nun als Sozius die rasanten Radler fotografierte und filmte. Unten angekommen waren alle überrascht bis schockiert, als es wieder die Berge hochging, denn die geplante Route über Weinstraße war zu stark frequentiert.

Deshalb fuhr man bergauf, bergab - und am Ende waren alle 140 km unterwegs und hatten an diesem Tag 1.218 Höhenmeter überwunden. Müde, verschwitzt und wenig gut duftend erreichte man das Hotel, wo die umtriebige Annette alle wie immer versorgte und gleich weiter ins Restaurant trieb, wo man dann endlich, dank der leckeren elsässischen Küche, durchatmen konnte.

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